Civil20 – Der zivilgesellschaftliche Zusammenschluss

Die Civil20 (C20) sind ein Zusammenschluss nationaler und internationaler zivilgesellschaftlicher Organisationen, die sich bereits seit 2009 jährlich formieren, um die Arbeit der G20 inhaltlich reflektierend zu begleiten und der internationalen Zivilgesellschaft zu  global relevanten Themen eine gemeinsame Stimme zu verleihen.

Seit 2012 sind die C20 offiziell als Beteiligungsgruppe (sog. Engagement Group) der G20 anerkannt. Jedes Jahr findet im Vorfeld des G20-Gipfels ein C20-Gipfel statt, an dem die internationale Zivilgesellschaft – nicht nur die der G20-Länder – ihre gemeinsamen Positionen präsentiert.

Ziel der C20 ist es, die internationale Zivilgesellschaft über die G20-Staaten hinaus stärker in den Prozess einzubinden. Hierfür wurde eine Steuerungsgruppe (sog. Steering Committee) eingerichtet, die sich aus VertreterInnen aller Kontinente zusammensetzt und die den C20-Prozess leitet und begleitet. Mittels einer Online-Konsultation, an der VertreterInnen aus 56 Ländern teilnahmen, wurden Schwerpunktthemen für die C20-Arbeit festgelegt, die im Präsidentschaftsjahr 2016/2017 besonders wichtig sind. Aus diesen Schwerpunktthemen entstanden sechs Arbeitsgruppen, in denen in den kommenden Monaten Empfehlungen und Forderungen an die G20 erarbeitet werden. Die Positionen der C20 werden im Rahmen des Sherpa-Meetings im März 2017 vorgestellt und am C20-Gipfel im Juni 2017 ausführlich diskutiert und der Öffentlichkeit präsentiert. Der C20-Gipfel am 18./19. Juni 2017 in Hamburg, zu dem auch die Bundeskanzlerin eingeladen ist, wird der Höhepunkt des Konsultations- und Beratungsprozesses der zivilgesellschaftlichen Akteure und der Abschluss des diesjährigen C20-Prozesses.

Der Austausch mit zivilgesellschaftlichen Vertretern aus Argentinien und Indien wird während des gesamten diesjährigen C20-Prozesses stark fokussiert, um Wissen und Erfahrungen an die nächsten Präsidentschaften weiterzugeben und damit die C20 langfristig zu stabilisieren und zu etablieren.